Samstag, 28. Mai 2011
Solidaritätskundgebung für Barcelona
Hui die Medien sind ein wenig aufgewacht und wankeln noch Schlaftrunken durch die Vorgänge in Spanien und berichten lallend darüber, im Hintergrund oft falsch und platt, aber wenigstens und warum das ganze? Weils Gewalt gab! Komisch das ganze.
Möchte die bitte raussenden, an alle die über diesen Blog stolpern, ein kurzes Mail an die Zeitung ihres Vertrauens zu richten um eine stärkere Berichterstattung über die spanische Bewegung zu erbieten.
So zum Thema des Posts. Gestern passierte ja unglaubliches in Barcelona (die Videos sind wahrscheinlich bekannt , falls nicht bitte kommentieren und ich poste eine Sammlung von diesen). Unglaubliches Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten weil man den Platz "reinigen" wollte.
In Reaktion auf dieses kam es in ganz spanien zu solidaritätskundgebungen. In Valencia waren etwa 8 bist 10000 die sich mit Barcelona solidarisierten. Da ein Bild mehr sagt als 1000 und ein video aus vielen Bildern besteht gibts hier eines zu dieser Demonstration (mit englischen Untertiteln):
Möchte die bitte raussenden, an alle die über diesen Blog stolpern, ein kurzes Mail an die Zeitung ihres Vertrauens zu richten um eine stärkere Berichterstattung über die spanische Bewegung zu erbieten.
So zum Thema des Posts. Gestern passierte ja unglaubliches in Barcelona (die Videos sind wahrscheinlich bekannt , falls nicht bitte kommentieren und ich poste eine Sammlung von diesen). Unglaubliches Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten weil man den Platz "reinigen" wollte.
In Reaktion auf dieses kam es in ganz spanien zu solidaritätskundgebungen. In Valencia waren etwa 8 bist 10000 die sich mit Barcelona solidarisierten. Da ein Bild mehr sagt als 1000 und ein video aus vielen Bildern besteht gibts hier eines zu dieser Demonstration (mit englischen Untertiteln):
Freitag, 27. Mai 2011
Brutales Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten in Barcelona
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Geg_6Xoy04s#at=109
Donnerstag, 26. Mai 2011
Was passiert am Platz des 15. Mai
Es scheint auf diesem Platz alles abgedeckt zu werden. Neben den verschiedenen Kommissionen, die die orgnisatiorische Wirbelsaeule dieser Bewegung darstellen und die staendig am Arbeiten sind gibt es ein Rahmenprogramm, das waechst und waechst.
Von Guitarrestunden, ueber Yoga, Spanischkurse fuer Immigranten, erste Vorlesungen von Professoren der Universitaeten bishin zu Schachturnieren kann man alles finden. Da in Spanien die grosse Pruefungszeit voransteht wurde auch eine eigener Lernraum eingerichtet.
Auch scheint jetzt mehr Wert auf die Verbreiterung der Bewegung gesetzt zu werden. Es wurden erstmals Grossplakate an Bruecken angebracht.
Von Guitarrestunden, ueber Yoga, Spanischkurse fuer Immigranten, erste Vorlesungen von Professoren der Universitaeten bishin zu Schachturnieren kann man alles finden. Da in Spanien die grosse Pruefungszeit voransteht wurde auch eine eigener Lernraum eingerichtet.
Auch scheint jetzt mehr Wert auf die Verbreiterung der Bewegung gesetzt zu werden. Es wurden erstmals Grossplakate an Bruecken angebracht.
Es waechst
Gestern durfte ich an einer der Versammlungen teilnehmen, die in den letzten beiden Tagen in vielen Bezirken und Vororten von Valencia stattfanden. Ich war an der Universidad Politecnica dabei und hoerte zusammen mit etwa 70 bis 100 anderen Teilnehmern verschiedenen Meinungen zu den Vorgaengen, erste Ansaetze sich zu organisieren und Beschluesse fuer die naechsten Yreffen.
Die gruppendynamischen Prozesse sind dabei unglaublich. Auch die Disziplin der Teilnehmer, das Rederecht des anderen zu akzeptieren, ist beachtlich, und wenn einmal unterbrochen wird, wird sofort darauf hingewiesen, dass man seinen Turnus abwarten soll. Natuerlich sind die Prozesse langsam. Speziell bei diesem ersten Treffen an der Uni war dies der Fall, da man sich selbst nicht klar war, ob man sich traf um sich zu organisieren oder zu debatieren. Manch eine Meinung machte auch Druck, schneller voran zu gehen. Doch dies Argument wurde umgehenst von einem Teilnehmer aufgegriffen, der selbst stark am Platz des 15. Mais involviert ist. Er meinte, dass Dinge ihre Zeit brauchen, und man habe keinen Stress. Dies zeigt, dass die Bewegung nicht auf die Anfangsdynamik setzt. Man will, dass sich die Dinge setzten um mit klaren Argumenten gemeinsam gegen widrige Umstaende aufzustehen.
Die spanischen Medien speziell das Fernsehen uebt sich weiter darin, nichts bis wenig zu berichten. Etwas abstrakt wirkte es da schon, als im heutigen Fruehstucksfernsehen Bilder von den Protesten in Griechenland gezeigt wurden. Man wies auch darauf hin, dass diese von den spanischen Protesten inspiriert seien, Berichte selbst zu den spansichen Protesten gab es aber nicht.
Die gruppendynamischen Prozesse sind dabei unglaublich. Auch die Disziplin der Teilnehmer, das Rederecht des anderen zu akzeptieren, ist beachtlich, und wenn einmal unterbrochen wird, wird sofort darauf hingewiesen, dass man seinen Turnus abwarten soll. Natuerlich sind die Prozesse langsam. Speziell bei diesem ersten Treffen an der Uni war dies der Fall, da man sich selbst nicht klar war, ob man sich traf um sich zu organisieren oder zu debatieren. Manch eine Meinung machte auch Druck, schneller voran zu gehen. Doch dies Argument wurde umgehenst von einem Teilnehmer aufgegriffen, der selbst stark am Platz des 15. Mais involviert ist. Er meinte, dass Dinge ihre Zeit brauchen, und man habe keinen Stress. Dies zeigt, dass die Bewegung nicht auf die Anfangsdynamik setzt. Man will, dass sich die Dinge setzten um mit klaren Argumenten gemeinsam gegen widrige Umstaende aufzustehen.
Die spanischen Medien speziell das Fernsehen uebt sich weiter darin, nichts bis wenig zu berichten. Etwas abstrakt wirkte es da schon, als im heutigen Fruehstucksfernsehen Bilder von den Protesten in Griechenland gezeigt wurden. Man wies auch darauf hin, dass diese von den spanischen Protesten inspiriert seien, Berichte selbst zu den spansichen Protesten gab es aber nicht.
Dienstag, 24. Mai 2011
Pazifismus - Das Manko für den Medien (in eigener Sache)
Was soll man machen? Man bemüht sich wie die spanischen Proteste darum jegliches Vorgehen, das mit Gewalt in Verbindung zu bringen, sowohl physisch, wie verbal, wie gegenüber von Eigentum, zu vermeiden, und das Resultat? Schweigen oder höchstens leichtes Rauschen im Blätterwald.
Man darf mir natürlich Befangenheit vorwerfen. Ich bin nah dran am Ort wo alles passiert, ich bekomme mit, wie diese Bewegung aus dem nichts gewachsen ist. Ich kann jeden Tag sehen wie sich wächst, wie sie sich organisiert, wie sie ihre Fehler macht, wie sie aus diesen lernt, wie sie sich selbst kontrolliert, um zu vermeiden das Alkohol und andere alzu verführerische Freunde am Platz des 15. Mai einzughalten. Ich kann sehen wie sie jung und alt an sich reist. Die Jungen weil sie es einfach satt haben zuzusehen und ja zu sagen, die ein demokratisches System nicht mehr akzeptieren wollen, dass sich mehr um Kapital und Eliten, sich selbst und den eigenen Machterhalt kümmert, als um die Bevölkerung. Zu lange wurden sie von Politik und Medien für dumm verkauft und zeigen ihnen nun, dass sie es nicht sind.
Und die Alten? Die beteiligen sich wie die Jungen, und manche von Ihnen vergissen dabei die ein oder andere Träne. Warum dies? Zu lange haben viele von ihnen, die selbst gegen Franko aktiv waren, die selbst gegen ein System kämpfen, die letargische Starre der Jungen und des spanischen Volkes im Allgemeinen mit ansehen müssen. Nun sehen sie sich zurückversetzt in Zeiten, in der es eine allgemeine Hoffnung gab, dass wenn alle nur zusammenhalten, man diese Welt, oder zumindest dieses Land verbessern könnte. Dies ist auch was diese Bewegung ausmacht, die Hoffnung auf allgemeine Verbesserung des politischen Systems und deren Moral.
Eine weitere Besonderheit dieser Proteste für mich ist, dass sie in Spanien stattfinden. Wer die spanische Seele kennt, weiß um ihre Gelassenheit und Lebensfreude. Spanier konnten und können viel ertragen, können um widrge Umstände bescheid wissen, und trotzdem ihre Paella oder Tortilla unter freudigsten Zurufen mit Familien und Freunden genießen. Sich aufzuregen hat keinen Wert, Probleme zu thematisieren gehört nicht zum Alltag. Um so deutlicher, überraschender und unglaublicher sind diese Proteste für mich.
Man darf mir natürlich Befangenheit vorwerfen. Ich bin nah dran am Ort wo alles passiert, ich bekomme mit, wie diese Bewegung aus dem nichts gewachsen ist. Ich kann jeden Tag sehen wie sich wächst, wie sie sich organisiert, wie sie ihre Fehler macht, wie sie aus diesen lernt, wie sie sich selbst kontrolliert, um zu vermeiden das Alkohol und andere alzu verführerische Freunde am Platz des 15. Mai einzughalten. Ich kann sehen wie sie jung und alt an sich reist. Die Jungen weil sie es einfach satt haben zuzusehen und ja zu sagen, die ein demokratisches System nicht mehr akzeptieren wollen, dass sich mehr um Kapital und Eliten, sich selbst und den eigenen Machterhalt kümmert, als um die Bevölkerung. Zu lange wurden sie von Politik und Medien für dumm verkauft und zeigen ihnen nun, dass sie es nicht sind.
Und die Alten? Die beteiligen sich wie die Jungen, und manche von Ihnen vergissen dabei die ein oder andere Träne. Warum dies? Zu lange haben viele von ihnen, die selbst gegen Franko aktiv waren, die selbst gegen ein System kämpfen, die letargische Starre der Jungen und des spanischen Volkes im Allgemeinen mit ansehen müssen. Nun sehen sie sich zurückversetzt in Zeiten, in der es eine allgemeine Hoffnung gab, dass wenn alle nur zusammenhalten, man diese Welt, oder zumindest dieses Land verbessern könnte. Dies ist auch was diese Bewegung ausmacht, die Hoffnung auf allgemeine Verbesserung des politischen Systems und deren Moral.
Eine weitere Besonderheit dieser Proteste für mich ist, dass sie in Spanien stattfinden. Wer die spanische Seele kennt, weiß um ihre Gelassenheit und Lebensfreude. Spanier konnten und können viel ertragen, können um widrge Umstände bescheid wissen, und trotzdem ihre Paella oder Tortilla unter freudigsten Zurufen mit Familien und Freunden genießen. Sich aufzuregen hat keinen Wert, Probleme zu thematisieren gehört nicht zum Alltag. Um so deutlicher, überraschender und unglaublicher sind diese Proteste für mich.
Workshopping - Die gute Art des Konsums
Heute werden verschiedene Workshops am Platz des 15. Mai abgehalten. Morendliches Yoga, Rollerbladen, Poesie und natuerlich ist auch der Speakercorner mit dabei, der auch als Versammlung und Abstimmungsinstrument dient.
Neu ist auch das ein Arbeitslosentreff eingerichtet wird. Hier sollen moegliche Anstellungen vermittelt werden, Weiterbildungskurse abgehalten und geholfen werden Lebenslaeufe zu erstellen bzw. zu verbessern.
Des weiteren gehen heute die Bestrebung die Bewegung mehr in die umgebenden Orte zu tragen weiter. Fuer viele Berzirke wurden Gruppen erstellt (die machmal bereits um die 70 Leute betragen) um Informationen ueber die Bewegung zu verteilen. Es wurden konkrete Treffpunkte fixiert und von dort wird ausgeschwaermt. Valencia scheint seine alten Traditionen der selbstorganisation wiederzuenddecken (hier gab es vor dem Francoregime das einzige anarchistische System das ueber eine laengere Zeit und einen groesseren Raum funktionierte).
Neu ist auch das ein Arbeitslosentreff eingerichtet wird. Hier sollen moegliche Anstellungen vermittelt werden, Weiterbildungskurse abgehalten und geholfen werden Lebenslaeufe zu erstellen bzw. zu verbessern.
Des weiteren gehen heute die Bestrebung die Bewegung mehr in die umgebenden Orte zu tragen weiter. Fuer viele Berzirke wurden Gruppen erstellt (die machmal bereits um die 70 Leute betragen) um Informationen ueber die Bewegung zu verteilen. Es wurden konkrete Treffpunkte fixiert und von dort wird ausgeschwaermt. Valencia scheint seine alten Traditionen der selbstorganisation wiederzuenddecken (hier gab es vor dem Francoregime das einzige anarchistische System das ueber eine laengere Zeit und einen groesseren Raum funktionierte).
Medienarbeit und Pazifismus
Wenn die Organsiationsstrukutren nicht so klar sind und es keinen eindeutigen Sprecher einer Bewegung gibt, erschwert sich natuerlich auch die Pressearbeit dementsprechend. Auf der Hp ist nun eine Erklaerung zu einem Interview in der Zeitung Levante aufgetaucht. Dort hat jemand, der als Vertreter der Bewegung herangezogen wurde, und Forderungen vorgetragen die nicht grossteils nicht denen des Camps entsprechen. Meinungsbildung in grossen Massen ist recht schwer.
Gleich im Anschluss wird allen Medien und ihrer Arbeit gegenueber der Respekt ausgesprochen. Dabei wird besonders auf Canal 9 (den staatlichen Lokalsender Valencias) verwiesen. Dieser ist strak politisch gefaerbt und die Korruptionfaelle der letzten Jahre (welche oftmals mit der regierenden PP verbunden waren) wurden dort nicht einmal erwaehnt. Ein Plakat der Bewegung brachte das Verhaeltnis zu diesem Sender auch schoen zum Ausdruck "Die da oben pissen auf uns und Canal 9 sagt uns es regnet".
Es wird darauf verwiesen, dass dies eine pazifistische Bewegung ist und dass es keinen Medien gegenueber (speziell erwaehnt Canal 9) gegenueber zu Behinderungen oder Beeinflussung deren Arbeit kommen soll.
Gleich im Anschluss wird allen Medien und ihrer Arbeit gegenueber der Respekt ausgesprochen. Dabei wird besonders auf Canal 9 (den staatlichen Lokalsender Valencias) verwiesen. Dieser ist strak politisch gefaerbt und die Korruptionfaelle der letzten Jahre (welche oftmals mit der regierenden PP verbunden waren) wurden dort nicht einmal erwaehnt. Ein Plakat der Bewegung brachte das Verhaeltnis zu diesem Sender auch schoen zum Ausdruck "Die da oben pissen auf uns und Canal 9 sagt uns es regnet".
Es wird darauf verwiesen, dass dies eine pazifistische Bewegung ist und dass es keinen Medien gegenueber (speziell erwaehnt Canal 9) gegenueber zu Behinderungen oder Beeinflussung deren Arbeit kommen soll.
Montag, 23. Mai 2011
Vorschläge und Forderungen vom Placa de Ayuntamento / de 15. del Maig
Um zu verhindern, dass die Kraft unserer Bewegung eingenommen oder manipuliert wird, schlagen wir einen konkreten Maßnahmen Katalog vor, der uns zu der Demokratie führen soll, die wir uns wünschen.
- Respekt vor den Werten wie Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit und Pluralismus
- Begrenzung der Umverteilung der öffentlichen Mittel und der Privilegien der öffentlichen Würdenträger. In Korruption Verstrickte dürfen sich nicht mehr zur Wahl stellen
- Verbesserung des Wahlrechts, sodass Repräsentativität und Proportionalität garantiert werden und keine politische Kraft oder ein öffentlicher Wille ausgeschlossen wird. Schluss mit dem Zwei Parteiensystem , Eintritt kleiner Parteien und Nein zur fünf Prozent Hürde.
- Stärkung der Mechanismen der direkten Demokratie ( Bürgerentscheide) in wichtigen sozio-ökonomischen Entscheidungen und Erleichterung der Einbringung von Gesetzentwürfen
- Verpflichtung zu einer öffentlichen Vorstellung der Haushaltsentwürfe zur Debatte und Bestätigung durch die Bürger
- Verbesserung und Bildung von Kontrollmechanismen die die strikte Gewaltenteilung im öffentlichen Sektor garantieren. Absolute Unabhängigkeit der Gerichtbarkeit!
- Anerkennung der Grundversorgung mit Energie, Kommunikationsnetze, Ernährung und Banken als öffentliche Güter und Verbot von privaten Monopolen in der Bereitstellung dieser
- Recht auf eine würdevolle, sichere und qualitative Arbeit! Verbot der EREs in Firmen die Gewinn machen! Recht aller Bürger auf öffentliche Leistungen die ein würdevolles Leben garantieren.
- Einführung von öffentlichen Kontrollmechanismen der Amtsführung um Korruption zu verhindern. Öffentliche Kontrolle der wirtschaftlichen Aktivitäten und Einführung eines Systems das den privaten Gewinn verhindern .
- Einführung eines progressiven Steuersystems und globale Einführung einer Steuer auf Vermögen und spekulative Transaktionen. Verschwinden der Steuerparadiese!
- Öffentliche Kontrolle der Aktivitäten von Banken und Verbot der ausbeutenden Klauseln besonders in Bezug auf Hypothekengeschäfte
- Aufruf zu einer grundlegenden Versammlung ( Asamblea Constituyente)
Das sind noch keine endgültigen Vorschläge, denn die, die nie Vorschläge hatten, fordern jetzt von uns eben diese! Die, die ihre eigenen Programme nicht befolgen, fordern ein politisches Programm von uns! Die, die uns im Dunkeln stehen ließen, fordern Transparenz! Die, die uns vorher nie gefragt haben! Sie die Millionen besitzen fordern Vorschläge von uns die nur Ungewissheit, Arbeitslosigkeit und Schulden im Überfluss haben.
Sie fordern weil sie schon nicht mehr die Macht darstellen, weil wir die Macht sind!
Sie fordern weil sie es eilig haben, weil sie Angst haben!
Aber wir haben es nicht eilig, denn die Zeit gehört uns!
Wir haben Geduld , denn wir wissen das hier wird weiter wachsen!
Wir haben Geduld, denn wir haben keine Angst!
ACAMPADA VALENCIA, MAYO 2011
Quelle: http://valencia.tomalaplaza.net/decalogo-de-propuestas/aleman/
Vorschläge und Forderungen vom Placa Puerta del Sol - Madrid
MADRID, 20. Mai 2011
Im Ergebnis des Konsens, der in der am 20. Mai 2011 in ACAMPADA SOL abgehaltenen „Asamblea“ (Versammlung) erreicht wurde und im Ergebnis der Erfassung und Synthese der vielen tausend Vorschläge, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, wurde eine erste Liste von Vorschlägen erarbeitet.
Wir weisen darauf hin, dass die „Asamblea“ ein offener Prozess ist, an der alle mitwirken. Diese Liste ist somit nicht als abgeschlossen zu verstehen.
Vorschläge, die in der Asamblea (Versammlung) vom 20. Mai 2011 in ACAMPADA SOL angenommen wurden.
1. Änderung des Wahlgesetzes und Einführung von offenen Listen und Einmann-Wahlkreisen. Die Erlangung von Abgeordnetensitzen muss proportional zu den Stimmzahlen sein.
2. Achtung der in der Verfassung verankerten Grundrechte, wie:
- Recht auf eine menschenwürdige Wohnung. Reform des Hypothekengesetzes, sodass durch die Übergabe der Wohnung bei Nichtbezahlung die Schuld getilgt ist.
- Öffentliches, kostenloses und universelles Gesundheitswesen.
- Freier Personenverkehr und Verstärkung eines öffentlichen und unkonfessionellen Erziehungswesens.
3. Abschaffung diskriminierender und ungerechter Gesetze, wie das Gesetz zum Bologna-Prozess und der Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums, des Ausländergesetzes und des so genannten „Sinde-Gesetzes“ zur Webseitenzensur.
4. Steuerreform, die niedrige Einkommen begünstigt, Reform der Vermögens- und Erbschaftssteuern. Einführung der Tobin-Steuer, die die internationalen Finanztransaktionen mit einer Steuer belegt und Abschaffung der Steueroasen.
5. Reform der Arbeitsbedingungen der Politiker zur Abschaffung ihrer lebenslangen Ruhegehälter. Politische Programme und Vorschläge müssen einen verbindlichen Charakter haben.
6. Ablehnung und Verurteilung der Korruption. Das Wahlgesetz muss zur Vorlage von Listen verpflichten, die sauber und frei von Kandidaten sind, die der Korruption beschuldigt oder wegen Korruption verurteilt sind.
7. Plurale Maßnahmen, die die Banken und Finanzmärkte zur Erfüllung von Artikel 128 der Verfassung verpflichten, der festlegt: „Der gesamte Reichtum des Landes in seinen verschiedenen Formen und unbeschadet seiner Trägerschaft ist dem allgemeinen Interesse untergeordnet“. Verringerung der Macht von IWF und EZB. Umgehende Nationalisierung aller Bankinstitute, die vom Staat vor der Pleite gerettet werden mussten. Verschärfung der Kontrollen von Finanzinstituten und –transaktionen zur Vermeidung eines möglichen Missbrauchs in jeglicher Form.
8. Tatsächliche Trennung von Kirche und Staat, wie Artikel 16 der Verfassung festlegt.
9. Partizipative und direkte Demokratie, an der die Bürger aktiv beteiligt sind. Zugang aller Bürger zu den Kommunikationsmedien, die sich auf Ethik und Wahrhaftigkeit gründen müssen.
10. Tatsächliche Regelung der Arbeitsbedingungen und Aufsicht über deren Einhaltung durch die Staatsgewalt.
11. Schließung aller Atomkraftwerke und Förderung erneuerbarer und kostenloser Energien.
12. Rückführung der privatisierten, ehemals staatlichen Betriebe in Betriebe der öffentlichen Hand.
13. Tatsächliche Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative.
14. Senkung der Verteidigungsausgaben, sofortige Schließung der Rüstungsbetriebe und stärkere Kontrolle der Sicherheitskräfte und –einheiten des Staates. Als pazifistische Bewegung glauben wir an “No a la guerra” (Nein zum Krieg).
15. Rückgewinnung der Historischen Erinnerung und der Gründungsprinzipien des Kampfes für die Demokratie in unserem Staat.
16. Absolute Transparenz der Konten und der Finanzierung politischer Parteien als Maßnahme zur Einschränkung der politischen Korruption.
Quelle: http://madrid.tomalaplaza.net/2011/05/20/propuestas-20-mayo/
Im Ergebnis des Konsens, der in der am 20. Mai 2011 in ACAMPADA SOL abgehaltenen „Asamblea“ (Versammlung) erreicht wurde und im Ergebnis der Erfassung und Synthese der vielen tausend Vorschläge, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, wurde eine erste Liste von Vorschlägen erarbeitet.
Wir weisen darauf hin, dass die „Asamblea“ ein offener Prozess ist, an der alle mitwirken. Diese Liste ist somit nicht als abgeschlossen zu verstehen.
Vorschläge, die in der Asamblea (Versammlung) vom 20. Mai 2011 in ACAMPADA SOL angenommen wurden.
1. Änderung des Wahlgesetzes und Einführung von offenen Listen und Einmann-Wahlkreisen. Die Erlangung von Abgeordnetensitzen muss proportional zu den Stimmzahlen sein.
2. Achtung der in der Verfassung verankerten Grundrechte, wie:
- Recht auf eine menschenwürdige Wohnung. Reform des Hypothekengesetzes, sodass durch die Übergabe der Wohnung bei Nichtbezahlung die Schuld getilgt ist.
- Öffentliches, kostenloses und universelles Gesundheitswesen.
- Freier Personenverkehr und Verstärkung eines öffentlichen und unkonfessionellen Erziehungswesens.
3. Abschaffung diskriminierender und ungerechter Gesetze, wie das Gesetz zum Bologna-Prozess und der Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums, des Ausländergesetzes und des so genannten „Sinde-Gesetzes“ zur Webseitenzensur.
4. Steuerreform, die niedrige Einkommen begünstigt, Reform der Vermögens- und Erbschaftssteuern. Einführung der Tobin-Steuer, die die internationalen Finanztransaktionen mit einer Steuer belegt und Abschaffung der Steueroasen.
5. Reform der Arbeitsbedingungen der Politiker zur Abschaffung ihrer lebenslangen Ruhegehälter. Politische Programme und Vorschläge müssen einen verbindlichen Charakter haben.
6. Ablehnung und Verurteilung der Korruption. Das Wahlgesetz muss zur Vorlage von Listen verpflichten, die sauber und frei von Kandidaten sind, die der Korruption beschuldigt oder wegen Korruption verurteilt sind.
7. Plurale Maßnahmen, die die Banken und Finanzmärkte zur Erfüllung von Artikel 128 der Verfassung verpflichten, der festlegt: „Der gesamte Reichtum des Landes in seinen verschiedenen Formen und unbeschadet seiner Trägerschaft ist dem allgemeinen Interesse untergeordnet“. Verringerung der Macht von IWF und EZB. Umgehende Nationalisierung aller Bankinstitute, die vom Staat vor der Pleite gerettet werden mussten. Verschärfung der Kontrollen von Finanzinstituten und –transaktionen zur Vermeidung eines möglichen Missbrauchs in jeglicher Form.
8. Tatsächliche Trennung von Kirche und Staat, wie Artikel 16 der Verfassung festlegt.
9. Partizipative und direkte Demokratie, an der die Bürger aktiv beteiligt sind. Zugang aller Bürger zu den Kommunikationsmedien, die sich auf Ethik und Wahrhaftigkeit gründen müssen.
10. Tatsächliche Regelung der Arbeitsbedingungen und Aufsicht über deren Einhaltung durch die Staatsgewalt.
11. Schließung aller Atomkraftwerke und Förderung erneuerbarer und kostenloser Energien.
12. Rückführung der privatisierten, ehemals staatlichen Betriebe in Betriebe der öffentlichen Hand.
13. Tatsächliche Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative.
14. Senkung der Verteidigungsausgaben, sofortige Schließung der Rüstungsbetriebe und stärkere Kontrolle der Sicherheitskräfte und –einheiten des Staates. Als pazifistische Bewegung glauben wir an “No a la guerra” (Nein zum Krieg).
15. Rückgewinnung der Historischen Erinnerung und der Gründungsprinzipien des Kampfes für die Demokratie in unserem Staat.
16. Absolute Transparenz der Konten und der Finanzierung politischer Parteien als Maßnahme zur Einschränkung der politischen Korruption.
Quelle: http://madrid.tomalaplaza.net/2011/05/20/propuestas-20-mayo/
Klarstellung der Unabhaengigkeit
Nach Gerüchten, denen zu folge die Abgeordnete des valencianischen Parlaments/Landtags Mónica Oltra das Camp besuchen würde, wurde auf der Homepage eine Klarstellung dazu veröffentlicht.
Mónica Oltra sei als Privatperson gern willkommen, sollte ihr Besuch allerdings mit Kamera erfolgen, würde sie nicht mit sonderlich viel Gegenliebe Willkommen geheißen werden. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dass die Bewegung seit Beginn auf jede Nähe zu einer Gewerkschaft oder Partei verzichtet und dies auch weiter tun wird.
Monica Oltra war über eine linke Bündnisgruppe in den Valencianischen Landtag gekommen, und war besonders zu Beginn der ersten Korrupitonsvorwürfe gegen den Präsidenten der Communidad Valencia bekannt geworden. Sie wurde bei einer Sitzung des Plenarsaales verwiesen, da sie ein T-Shirt mit dem Bild des Präsdenten Camps und der Aufschrift "Wanted. Only Alive." trug.
Mónica Oltra sei als Privatperson gern willkommen, sollte ihr Besuch allerdings mit Kamera erfolgen, würde sie nicht mit sonderlich viel Gegenliebe Willkommen geheißen werden. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dass die Bewegung seit Beginn auf jede Nähe zu einer Gewerkschaft oder Partei verzichtet und dies auch weiter tun wird.
Monica Oltra war über eine linke Bündnisgruppe in den Valencianischen Landtag gekommen, und war besonders zu Beginn der ersten Korrupitonsvorwürfe gegen den Präsidenten der Communidad Valencia bekannt geworden. Sie wurde bei einer Sitzung des Plenarsaales verwiesen, da sie ein T-Shirt mit dem Bild des Präsdenten Camps und der Aufschrift "Wanted. Only Alive." trug.
Frisch gedruckt ist halb verteilt!
Die Verteilung der Info geht weiter. Um die 80.000 Seiten Informationsmaterial (Flyer, Manifeste, Programme) wurden von Freiwilligen mit deren privaten Drucker erstellt. Diese heisst es nun unter die Leute zu bringen.
Es gab scheinbar leichte Probleme, was es zu drucken galt, da die Vielzahl der Seiten, die zu der Bewegung bereits erstellt wurden, schon etwas unüberschaubar wird.
Auf der Seite von AcampadaValencia (der offiziellen Seite des Camps) wird auch darauf hingewiesen, dass es bereits Fakeanrufe gab, die um Geld für die Bewegung baten. Es wird auf der Seite explizit darauf hingewiesen, dass nur Sachspenden entgegenommen werden.
Achja, etwas zu dem man stehen kann wie man will: Bei den Feiern der PP (Partido Popular, die Wahlgewinner) wurde bei ihren Siegesfeiern oftmals der Schlachtruf angewendet "Esto es democracia, no la del Sol" (Das ist Demokratie, und nicht der Placa del Sol"
Es gab scheinbar leichte Probleme, was es zu drucken galt, da die Vielzahl der Seiten, die zu der Bewegung bereits erstellt wurden, schon etwas unüberschaubar wird.
Auf der Seite von AcampadaValencia (der offiziellen Seite des Camps) wird auch darauf hingewiesen, dass es bereits Fakeanrufe gab, die um Geld für die Bewegung baten. Es wird auf der Seite explizit darauf hingewiesen, dass nur Sachspenden entgegenommen werden.
Achja, etwas zu dem man stehen kann wie man will: Bei den Feiern der PP (Partido Popular, die Wahlgewinner) wurde bei ihren Siegesfeiern oftmals der Schlachtruf angewendet "Esto es democracia, no la del Sol" (Das ist Demokratie, und nicht der Placa del Sol"
Sit in vor der Boersevertretung in Valencia - 23.05.2011
http://www.youtube.com/watch?v=R_BMKvKmglg&feature=youtu.be
Erklaerung in deutsch:
1:30 Redner vertut sich beim start der Rede und sagt er beginnt noch mal von Neuem. Darauf die Sprechchoere "Wir sind Menschen, wir machen Fehler!" begleitet wie zu hoeren von Lachern.
Anschliessend werden die Forderungen nach Steuern auf Finanzmarkttransaktionen (Tobin-Steuer), eine staerkere Kontrolle der Banken durch die Oeffentlichkeit sowie die staerke Beschneidung missbraeucher und irrefuerhender Klauseln bei Hypothekarvertraegen verlesen.
Danach Sprechchoere: "No hay pan, para tanto chorizo". Das Ganze heisst woertlich uebersetzt: Es gibt nicht genug Brot fuer soviel chorizo, wobei chorizo eine typische spanische Wurst ist, das Wort allerdings auch eine Doppelbedeutung hat und auch Dieb bedeutet.
Zum Abschluss Sprchchoere "Que no nos representan" Sie vertreten uns Nicht!!!
Erklaerung in deutsch:
1:30 Redner vertut sich beim start der Rede und sagt er beginnt noch mal von Neuem. Darauf die Sprechchoere "Wir sind Menschen, wir machen Fehler!" begleitet wie zu hoeren von Lachern.
Anschliessend werden die Forderungen nach Steuern auf Finanzmarkttransaktionen (Tobin-Steuer), eine staerkere Kontrolle der Banken durch die Oeffentlichkeit sowie die staerke Beschneidung missbraeucher und irrefuerhender Klauseln bei Hypothekarvertraegen verlesen.
Danach Sprechchoere: "No hay pan, para tanto chorizo". Das Ganze heisst woertlich uebersetzt: Es gibt nicht genug Brot fuer soviel chorizo, wobei chorizo eine typische spanische Wurst ist, das Wort allerdings auch eine Doppelbedeutung hat und auch Dieb bedeutet.
Zum Abschluss Sprchchoere "Que no nos representan" Sie vertreten uns Nicht!!!
Sonntag, 22. Mai 2011
Nachtrag
Heute leider nicht dabeigewesen. Aber soviel scheint auch über die Foren klar zu werden: Es wird morgen weiter gehen.
Gestern um 3 Uhr waren noch um 2000 Leute am Platz. Der Speakercorner war wieder eröffnet. Es scheint es haben sich Unmengen von Frust aufgestaut und die Leute geniesen die Möglichkeit, diesen nun endlich rauszulasten. Studenlang wandert das Megaphone von eine Hand in die nächste und kurz werden Geschichten wiedergegeben, Forderung vorgebracht oder darauf verwiesen was in dieser Welt falsch läuft. Ein Studentin bracht mit ihrer Aussage das Unverständniss der Menschen gegenüber der Politikerkaste zum Ausdruck: "Ich habe zwei Studien abgeschlossen, von mir wird gefordert, dass ich drei Sprachen spreche und ich finde keinen Job und dies alles in einem Staat in dem weder Präsident noch führer der Opposition fähig sind english zu sprechen!"
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Demonstranten auch damit beschäftigt Kontakte in Datenbanken einzutragen. Jeder Erwartung übertreffend war die Zahl der Freiwilligen, die sich meldeten um die Bewegung und Informationen über diese in die Bezirke und umgebenden Städte zu tragen.
Wie die meisten Aktionen bis jetzt scheint auch das Sammeln für Unterschriften für eine Änderung des Wahlrechts ein voller Erfolg zu sein. Es scheint dabei aber eher nicht so als die Unterschrift gesammelt würden, eher so als würden sie ihnen zugetragen. Alles was die Bewegung derzeit anfängt, scheint von der Bevölkerung als Ventil zum Ausdruck ders aufgestauteten Politfrusts angenommen zu werden.
Gestern um 3 Uhr waren noch um 2000 Leute am Platz. Der Speakercorner war wieder eröffnet. Es scheint es haben sich Unmengen von Frust aufgestaut und die Leute geniesen die Möglichkeit, diesen nun endlich rauszulasten. Studenlang wandert das Megaphone von eine Hand in die nächste und kurz werden Geschichten wiedergegeben, Forderung vorgebracht oder darauf verwiesen was in dieser Welt falsch läuft. Ein Studentin bracht mit ihrer Aussage das Unverständniss der Menschen gegenüber der Politikerkaste zum Ausdruck: "Ich habe zwei Studien abgeschlossen, von mir wird gefordert, dass ich drei Sprachen spreche und ich finde keinen Job und dies alles in einem Staat in dem weder Präsident noch führer der Opposition fähig sind english zu sprechen!"
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Demonstranten auch damit beschäftigt Kontakte in Datenbanken einzutragen. Jeder Erwartung übertreffend war die Zahl der Freiwilligen, die sich meldeten um die Bewegung und Informationen über diese in die Bezirke und umgebenden Städte zu tragen.
Wie die meisten Aktionen bis jetzt scheint auch das Sammeln für Unterschriften für eine Änderung des Wahlrechts ein voller Erfolg zu sein. Es scheint dabei aber eher nicht so als die Unterschrift gesammelt würden, eher so als würden sie ihnen zugetragen. Alles was die Bewegung derzeit anfängt, scheint von der Bevölkerung als Ventil zum Ausdruck ders aufgestauteten Politfrusts angenommen zu werden.
Samstag, 21. Mai 2011
Solidarität ist unglaublich
Die Solidarität der Bevölkerung mit den Protesten ist unglaublich. Leute bitten den Campierenden an bei ihnen vorbei zu kommen um zu duschen. Die Küche weiss zeitenweise nicht mehr wohin mit dem Essen. Von jung bis alt bitten sich Leute an Informationen zu verteilen. Es gibt Stände zur Wasserversorgung.
Es wird aber ständig darauf hingewiesen, dass keine Geldspenden angenommen werden, da es scheinbar schon verschiedenste Fake Aufrufe zu Spenden gab (auch telefonisch, also nicht nur Auf- sonder auch An :-)).
Entgegen vorigen Informationen gab es heute doch wieder einen Speakerscorner, diesmal direkt vor dem Rathaus, dessen Deligierte ja morgen gewählt werden sollen.
Doch auch wenn morgen sonntag auch die Wahlen stattfinden, die Demonstranten sind eindeutig bestrebt die Bewegung fortzusetzen. Was morgen passiert ist unklar und keiner weis genau bescheid. Was auf jeden Fall allen klar ist, am Montag soll es weiter gehen, und so wie sich heute die breite Bevölkerung daran beteiligt hat und sich auch in den verschiedensten Informationsgruppen eingeschrieben hat scheint das ganze erst der Anfang zu sein.
Es wird aber ständig darauf hingewiesen, dass keine Geldspenden angenommen werden, da es scheinbar schon verschiedenste Fake Aufrufe zu Spenden gab (auch telefonisch, also nicht nur Auf- sonder auch An :-)).
Entgegen vorigen Informationen gab es heute doch wieder einen Speakerscorner, diesmal direkt vor dem Rathaus, dessen Deligierte ja morgen gewählt werden sollen.
Doch auch wenn morgen sonntag auch die Wahlen stattfinden, die Demonstranten sind eindeutig bestrebt die Bewegung fortzusetzen. Was morgen passiert ist unklar und keiner weis genau bescheid. Was auf jeden Fall allen klar ist, am Montag soll es weiter gehen, und so wie sich heute die breite Bevölkerung daran beteiligt hat und sich auch in den verschiedensten Informationsgruppen eingeschrieben hat scheint das ganze erst der Anfang zu sein.
Who are we? Why are we here? (Deklaration in Englisch)
WHO ARE WE?
We are individuals who have come together feely and voluntarily. Each of us has decided, after the concentrations on Sunday, May 15, that we are determined to continue fighting for dignity and political and social awareness.
We do not represent any political party or association.
We are joined by the singular cause of change.
We are brought together by integrity and solidarity with those who are unable to join us.
WHY ARE WE HERE?
We are here because we desire a new society that puts lives above political and economic interests. We demand a change in society and an increase in social awareness. We are here to make it known that the people have not fallen asleep, and we will continue...peacefully.
We send our support to the friends that have been detained for participation in these concentrations, and we demand their immediate release with no criminal charges.
We want all of this, and we want it nox. if you are with us, come join us.
"Better to risk and lose than to lose without having risked at all."
We are individuals who have come together feely and voluntarily. Each of us has decided, after the concentrations on Sunday, May 15, that we are determined to continue fighting for dignity and political and social awareness.
We do not represent any political party or association.
We are joined by the singular cause of change.
We are brought together by integrity and solidarity with those who are unable to join us.
WHY ARE WE HERE?
We are here because we desire a new society that puts lives above political and economic interests. We demand a change in society and an increase in social awareness. We are here to make it known that the people have not fallen asleep, and we will continue...peacefully.
We send our support to the friends that have been detained for participation in these concentrations, and we demand their immediate release with no criminal charges.
We want all of this, and we want it nox. if you are with us, come join us.
"Better to risk and lose than to lose without having risked at all."
hui hui hui
Also was da heute abgeht, ist ja fast nicht mehr zu glauben. Wenn gestern 7000 waren dann ist das heut das 3 fache. Porotestchöre gegen gelenktes Fernsehen und Politik und Beschwörungen der Einigkeit und der Kraft des Volkes wechseln sich ab.
Ein unglaublich Atmosphäre der Zusammengehörigkeit, gespeist durch die gemeinsame Frustration und das lang erwartete frei werden dieser, hat den Platz und die Menschen eingehüllt. T-shirts werden besprüht, jung und alt versucht in verschiedensten Gruppen mitzuarbeitn, eigene Kartonmistkübel wurden über den Platz verteilt und werden im Turnus geleert, eine Küche wurde eingerichtet die von der Bevölkerung mit den Grundmitteln versorgt wird. Essen wird durch die Leute weitergegeben, und während die Teller von einer Hand in die nächste wandern werden Meinungen in alle Richtungen ausgetauscht: über die Korruption, über das Wahlrecht, über alles was geändert werden sollte, und auch immer wieder die Verwunderung, dass dies alles passiert.
In Madrid haben sich schon begonnen in den einzelnen Stadtvierteln Bürgerforen zu formen die mit der Bewegung am Hauptplatz im Austausch steht. Dies wird auch in Valencia angestrebt. Besonders da die nationale Berichterstattung des Fernsehen sich grossteils auf Madrid und Barcelona konzentriert und die lokalen Medien in Valencia zu stark politisch beeinflusst sind, umd die Proteste zu unterstützen. Viele Leute die aus den umgebenden Städten und Dörfern nach Valencia kommen haben meist zu Beginn Probleme ihren Unterkiefer unter Kontrolle zu bringen, den das was sie sehen ist in keiner Weise mit dem was die Medien bringen vergleichbar.
Ich hoff das das überschlagen kann auch auf österreich.
may 15M spread!!!!
Ein unglaublich Atmosphäre der Zusammengehörigkeit, gespeist durch die gemeinsame Frustration und das lang erwartete frei werden dieser, hat den Platz und die Menschen eingehüllt. T-shirts werden besprüht, jung und alt versucht in verschiedensten Gruppen mitzuarbeitn, eigene Kartonmistkübel wurden über den Platz verteilt und werden im Turnus geleert, eine Küche wurde eingerichtet die von der Bevölkerung mit den Grundmitteln versorgt wird. Essen wird durch die Leute weitergegeben, und während die Teller von einer Hand in die nächste wandern werden Meinungen in alle Richtungen ausgetauscht: über die Korruption, über das Wahlrecht, über alles was geändert werden sollte, und auch immer wieder die Verwunderung, dass dies alles passiert.
In Madrid haben sich schon begonnen in den einzelnen Stadtvierteln Bürgerforen zu formen die mit der Bewegung am Hauptplatz im Austausch steht. Dies wird auch in Valencia angestrebt. Besonders da die nationale Berichterstattung des Fernsehen sich grossteils auf Madrid und Barcelona konzentriert und die lokalen Medien in Valencia zu stark politisch beeinflusst sind, umd die Proteste zu unterstützen. Viele Leute die aus den umgebenden Städten und Dörfern nach Valencia kommen haben meist zu Beginn Probleme ihren Unterkiefer unter Kontrolle zu bringen, den das was sie sehen ist in keiner Weise mit dem was die Medien bringen vergleichbar.
Ich hoff das das überschlagen kann auch auf österreich.
may 15M spread!!!!
Vorschläge für eine pluralistische und gerechte Demokratie - Forderungen der M15 Bewegung in Valencia
Änderung des Wahlrechts
Verminderung der Politikergehälter und deren Einfrierung bei Korruptionsverdacht
Mitbestimmungsrecht bei wichtigen sozioökonomischen Endscheidungen
Stärkere Einflussmöglichkeiten auf die Budgeterstellung
Ende des politischen Einflusses auf gerichtliche Endscheidungen
Respektierung und Anerkennung des Energie-, Kommunikations-, Ernährung-, Transport sowie Banksektors als öffentliches gut und damit deren Wichtigkeit für denn allgemeinen Wohlstand
Verbot von "Zeitarbeitsverträgen"* für Firmen die Gewinn erwirtschaften
Öffentliche und transparente Kontrolle der öffentlichen Verwaltung und der Banken
Besteuerung von Finanzmarkttransaktionen (Tobinsteuer)
Stärker staatliche Kontrolle bei der Verklauselung von Hypothekverträgen
Einberufung eines Bürgerforums auf verfassungsrechtlicher Basis
*Diese Zeitarbeitsverträge wurden während der Krise stärker eingesetzt. In diesen sind Arbeitgeber berechtigt Arbeiter für kurzzeitige Perioden (bis zu 6 Monate) arbeitslos zu stellen und danach wieder einzustellen. Es kam vermehrt zu Missbräuchen dieser Verträge von Seiten der Firmen.
Link zum original:
http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.xirivellacontracorrent.es%2Fwp-content%2Fuploads%2F2011%2F05%2Fdifusion.pdf&h=707b6
Verminderung der Politikergehälter und deren Einfrierung bei Korruptionsverdacht
Mitbestimmungsrecht bei wichtigen sozioökonomischen Endscheidungen
Stärkere Einflussmöglichkeiten auf die Budgeterstellung
Ende des politischen Einflusses auf gerichtliche Endscheidungen
Respektierung und Anerkennung des Energie-, Kommunikations-, Ernährung-, Transport sowie Banksektors als öffentliches gut und damit deren Wichtigkeit für denn allgemeinen Wohlstand
Verbot von "Zeitarbeitsverträgen"* für Firmen die Gewinn erwirtschaften
Öffentliche und transparente Kontrolle der öffentlichen Verwaltung und der Banken
Besteuerung von Finanzmarkttransaktionen (Tobinsteuer)
Stärker staatliche Kontrolle bei der Verklauselung von Hypothekverträgen
Einberufung eines Bürgerforums auf verfassungsrechtlicher Basis
*Diese Zeitarbeitsverträge wurden während der Krise stärker eingesetzt. In diesen sind Arbeitgeber berechtigt Arbeiter für kurzzeitige Perioden (bis zu 6 Monate) arbeitslos zu stellen und danach wieder einzustellen. Es kam vermehrt zu Missbräuchen dieser Verträge von Seiten der Firmen.
Link zum original:
http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.xirivellacontracorrent.es%2Fwp-content%2Fuploads%2F2011%2F05%2Fdifusion.pdf&h=707b6
21. May - Dia de reflexion - Tag des Nachdenkens
Wie vielleicht schon gelesesn ist es am Tag vor den Wahlen in Spanien verboten politisch Werbung zu machen. Und wie wahrscheinlich auch bekannt hat die Wahlkomission dies Proteste für illegal an diesem Tag erklärt.
Trotzdem haben sich heute wieder s mehr als 3000 Leute auf dem Plaza de Ayuntamento der kurzfristig in Plaza de 15 Mayo umbenannt wurde eingefunden.
Der offizielle Speakercorner wurde für heute ausgesetzt um Konflikte zu vermeiden. Trotzdem kommt es zu diesen, aber in kleinerer Form.
Die meisten der Teilnehmer sind auch mit Aufkleber versehen auf denen (entsprechend dem dia de reflexion - Tag des Nachdenkens) reflexionando - nachdenkend steht. Die erweiterte aber nicht so verbreitete Form lautet "Ich habe nachgedacht deshalb bin ich hier".
Die Qualtität der Organsiation nimmt weiter und weiter zu. Inzwischen wurde auch schon eine Art Kindergarten eingerichtet und ein Fussballspiel zwischen "Politikern" und dem Volk wurde organisert. Dabei viel die 1. Hälfte eindeutig zu Gunsten der Politiker aus, was sich allerdings in der 2. Hälfte umkehrte. Das hatte 2 endscheidene Gründe. Erstens wurde sich das Team Volk bewusst, dass es in der 1. Hälfte die Augen verbunden hatte und weiter wurde der Spieler "15. Mayo" eingewechselt.
Die Schätzungen der Veanstalter für gestern belaufen sich auf 12.000 Zuhörer beim Speakerscorner. Um die 200 Personen verbachten auch die Nacht campierend auf dem Platz.
Leider waren wieder mal die Kamerabatterien leer, sonst würds auch fotos geben.
Trotzdem haben sich heute wieder s mehr als 3000 Leute auf dem Plaza de Ayuntamento der kurzfristig in Plaza de 15 Mayo umbenannt wurde eingefunden.
Der offizielle Speakercorner wurde für heute ausgesetzt um Konflikte zu vermeiden. Trotzdem kommt es zu diesen, aber in kleinerer Form.
Die meisten der Teilnehmer sind auch mit Aufkleber versehen auf denen (entsprechend dem dia de reflexion - Tag des Nachdenkens) reflexionando - nachdenkend steht. Die erweiterte aber nicht so verbreitete Form lautet "Ich habe nachgedacht deshalb bin ich hier".
Die Qualtität der Organsiation nimmt weiter und weiter zu. Inzwischen wurde auch schon eine Art Kindergarten eingerichtet und ein Fussballspiel zwischen "Politikern" und dem Volk wurde organisert. Dabei viel die 1. Hälfte eindeutig zu Gunsten der Politiker aus, was sich allerdings in der 2. Hälfte umkehrte. Das hatte 2 endscheidene Gründe. Erstens wurde sich das Team Volk bewusst, dass es in der 1. Hälfte die Augen verbunden hatte und weiter wurde der Spieler "15. Mayo" eingewechselt.
Die Schätzungen der Veanstalter für gestern belaufen sich auf 12.000 Zuhörer beim Speakerscorner. Um die 200 Personen verbachten auch die Nacht campierend auf dem Platz.
Leider waren wieder mal die Kamerabatterien leer, sonst würds auch fotos geben.
Protest in Valencia
Auch in Valencia fand am Sonntag eine Demo statt, doch ging diese nicht direkt in ein Campieren über. Das Campieren am Hauptplatz startet in der Nach von Dienstag auf Mittwoch mit etwa 70 beteiligten. Am nächsten Tag kam es ab acht Uhr zu einer Art open mic und etwa 500 beteiligten.
Donnerstag abends war ich persönlich auch das erste mal dabei. Es dürften sich in etwa 2000 bis 3000 Personen am Platz eingefunden haben. Wieder wurde ein Speakerscorner errichtet und verschiedenste Meinung kund getan. Alles konnte an den Mann/die Frau gebracht werden. Von verschiedensten Konstruktiven Vorschlägen für ein Manifest, über Vorschläge zur Organisation des ganzen Camps, sowie gemeinsamen Frust Bekundungen gegenüber der Politik und ihrer verfallenden Moral.
Diese "Speakercorner" setzten sich auch gestern mit geschätzten 7000 + Zuschauern fort und dauerten ungefähr 2 Stunden, danach wird zur Organisation in Kleingruppen übergegangen, in denen von Presse, über Logistik, Wirtschaft und Informationsverteilung alles vorkommt. Es wurde auch eine eigene Rechtsabteilung gegründet, in der einige AnwältInnen und Jusstudierende am Werken sind. Man ist nämlich peinlichst darauf bedacht den Protest in legalen Bahnen zu halten um der Polizei keinen Grund zum eingereifen zu geben.
Es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass auf dem Platz keine Alkohol konsumiert werden soll, da öffentlicher Alkoholkosum in Spanien generell verboten ist. Des weiteren gibt es eigene Putztrupps die sich darum kümmern den Platz sauber zu halten (und sogar den Müll trennen).
So und jetzt gehts wieder zum Platz. Vielleicht gibts danach mehr
Donnerstag abends war ich persönlich auch das erste mal dabei. Es dürften sich in etwa 2000 bis 3000 Personen am Platz eingefunden haben. Wieder wurde ein Speakerscorner errichtet und verschiedenste Meinung kund getan. Alles konnte an den Mann/die Frau gebracht werden. Von verschiedensten Konstruktiven Vorschlägen für ein Manifest, über Vorschläge zur Organisation des ganzen Camps, sowie gemeinsamen Frust Bekundungen gegenüber der Politik und ihrer verfallenden Moral.
Diese "Speakercorner" setzten sich auch gestern mit geschätzten 7000 + Zuschauern fort und dauerten ungefähr 2 Stunden, danach wird zur Organisation in Kleingruppen übergegangen, in denen von Presse, über Logistik, Wirtschaft und Informationsverteilung alles vorkommt. Es wurde auch eine eigene Rechtsabteilung gegründet, in der einige AnwältInnen und Jusstudierende am Werken sind. Man ist nämlich peinlichst darauf bedacht den Protest in legalen Bahnen zu halten um der Polizei keinen Grund zum eingereifen zu geben.
Es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass auf dem Platz keine Alkohol konsumiert werden soll, da öffentlicher Alkoholkosum in Spanien generell verboten ist. Des weiteren gibt es eigene Putztrupps die sich darum kümmern den Platz sauber zu halten (und sogar den Müll trennen).
So und jetzt gehts wieder zum Platz. Vielleicht gibts danach mehr
Generelle Forderung
Im Gegensatz zu den Darstellungen in den Medien handelt es sich bei den Protesten nicht um einen Aufstand gegen finanzielle Einschnitte und hohe Arbeitslosigkeit. Dies sind natürlich Mitaspekte doch stellen nur einen Teil der Gründe da.
Die spanische Politik hat ein grosses Problem mit Korruption und Vetternwirtschaft. Dies war bis vor kurzem auch von der Bevölkerung unter der Permise: "Da können wir eh nichts ändern." akzeptiert worden. Die Phrase "So ist das halt in Spanien" war die Erklärung schlecht hin. Doch hat sich diese Argumentation nun scheinbar ausgereizt.
Auf den aktuellen Wahllisten stehen über hundert Politiker die in Korruptionfälle verwickelt sind (dies betrifft beide Großparteien PP und PSOE).
Das spanische Wahlrecht stärkt ausserdem sehr stark das 2 Parteiensystem und diese 2 Parteien erlauben sich daher den Luxus sich mehr um gegenseitige Schuldzuweisungen als um konstruktive Vorschläge zu bemühen.
Bei den Protesten ist in jedem Fall darauf zu achten diese nicht mit den Protesten in Griechenland gleich zu stellen. Die Griechen sahen die Kürzungen des Sozialstaat als Grund für ihre Proteste. In Spanien ist dies nicht so. Hier wurde vor wenigen Monaten das Gehalt ALLER Staatsangestellten um 5 % gekürzt und dies wurde ohne grosses Aufsehen hingenommen. In Spanien ist auch keine Demonstrationskultur vorhanden, wie sie in Griechenland stärker und in Frankreich besonders stark ausgeprägt ist. Viele Spanier sind überaus stolz was hier nun passiert, und gleichzeitig überrascht, da sie sich selbst das scheinbar gar nicht zugetraut hätten.
Die Protest die nun stattffinden können mehr als ein Aufschrei gegen das Verhalten der Politiker im generellen gesehen werden. Es geht darum der Politik wieder klar zu machen, dass sie VOLKSVERTRETER sind und damit auch diesem unterstellt.
Für viele ist es wahrscheinlich auch die Forderung "Democracia real ya" (Echte Demokratie jetzt) unverständlich, da Spanien doch eine demokratische Monarchie ist. Doch wie gesagt, bereitet die Bewegung dem Gefühl Ausdruck, von den Politikern mehr belogen als vertreten zu werden.
Der grösste positive Effekt ist allerdings, dass sich auch in der Bevölkerung die Mentalität verändern zu scheint, von "ich kann sowieso nichts machen" zu einem stark parizipativem Ansatz.
Damit scheint sich die Forderung von Democracia real ya schon ein wenig erfüllt zu haben. Denn was ist die Grundlage einer echten Demokratie wenn nicht eine mündige, seine Meinung kundtuende Bevölkerung.
Die spanische Politik hat ein grosses Problem mit Korruption und Vetternwirtschaft. Dies war bis vor kurzem auch von der Bevölkerung unter der Permise: "Da können wir eh nichts ändern." akzeptiert worden. Die Phrase "So ist das halt in Spanien" war die Erklärung schlecht hin. Doch hat sich diese Argumentation nun scheinbar ausgereizt.
Auf den aktuellen Wahllisten stehen über hundert Politiker die in Korruptionfälle verwickelt sind (dies betrifft beide Großparteien PP und PSOE).
Das spanische Wahlrecht stärkt ausserdem sehr stark das 2 Parteiensystem und diese 2 Parteien erlauben sich daher den Luxus sich mehr um gegenseitige Schuldzuweisungen als um konstruktive Vorschläge zu bemühen.
Bei den Protesten ist in jedem Fall darauf zu achten diese nicht mit den Protesten in Griechenland gleich zu stellen. Die Griechen sahen die Kürzungen des Sozialstaat als Grund für ihre Proteste. In Spanien ist dies nicht so. Hier wurde vor wenigen Monaten das Gehalt ALLER Staatsangestellten um 5 % gekürzt und dies wurde ohne grosses Aufsehen hingenommen. In Spanien ist auch keine Demonstrationskultur vorhanden, wie sie in Griechenland stärker und in Frankreich besonders stark ausgeprägt ist. Viele Spanier sind überaus stolz was hier nun passiert, und gleichzeitig überrascht, da sie sich selbst das scheinbar gar nicht zugetraut hätten.
Die Protest die nun stattffinden können mehr als ein Aufschrei gegen das Verhalten der Politiker im generellen gesehen werden. Es geht darum der Politik wieder klar zu machen, dass sie VOLKSVERTRETER sind und damit auch diesem unterstellt.
Für viele ist es wahrscheinlich auch die Forderung "Democracia real ya" (Echte Demokratie jetzt) unverständlich, da Spanien doch eine demokratische Monarchie ist. Doch wie gesagt, bereitet die Bewegung dem Gefühl Ausdruck, von den Politikern mehr belogen als vertreten zu werden.
Der grösste positive Effekt ist allerdings, dass sich auch in der Bevölkerung die Mentalität verändern zu scheint, von "ich kann sowieso nichts machen" zu einem stark parizipativem Ansatz.
Damit scheint sich die Forderung von Democracia real ya schon ein wenig erfüllt zu haben. Denn was ist die Grundlage einer echten Demokratie wenn nicht eine mündige, seine Meinung kundtuende Bevölkerung.
wie es begann
Da die Berichterstattung in den österreichischen Medien etwas dünn gesät ist hab ich beschlossen hier einen kleinen Blog für Interessierte zu eröffnen.
Die Bewegung in Spanien begann am letzten Sonntag. Die Internetplattform Democraciarealya rief zu Protesten in über 70 verschiedenen Städten auf. Die Beteilitung war überwältigend und übertraf bei weitem die Erwartungen der Veranstalter.
Einige wenige dieser Demonstration entschieden sich über Nacht am Placa Puerta del Sol im Madrid auszuharren, nichts grosses bis dahin. Doch wurden sie von der Polizei während der Nacht vom Platz enfernt, sie wiedersetzen sich passiv und mittels einem schlagfertigen mittel: Videoaufzeichnungen. Am nächsten Tag kursierte diese Video bereits durch Facebook und etc. Daraufhin kam es zu einer Art Solidaritätsbewegung und die Zahl der Campierer wuchs von Nacht zu Nacht und breitete sich auch auf andere Städte Spaniens aus.
Die Bewegung in Spanien begann am letzten Sonntag. Die Internetplattform Democraciarealya rief zu Protesten in über 70 verschiedenen Städten auf. Die Beteilitung war überwältigend und übertraf bei weitem die Erwartungen der Veranstalter.
Einige wenige dieser Demonstration entschieden sich über Nacht am Placa Puerta del Sol im Madrid auszuharren, nichts grosses bis dahin. Doch wurden sie von der Polizei während der Nacht vom Platz enfernt, sie wiedersetzen sich passiv und mittels einem schlagfertigen mittel: Videoaufzeichnungen. Am nächsten Tag kursierte diese Video bereits durch Facebook und etc. Daraufhin kam es zu einer Art Solidaritätsbewegung und die Zahl der Campierer wuchs von Nacht zu Nacht und breitete sich auch auf andere Städte Spaniens aus.
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