Gestern durfte ich an einer der Versammlungen teilnehmen, die in den letzten beiden Tagen in vielen Bezirken und Vororten von Valencia stattfanden. Ich war an der Universidad Politecnica dabei und hoerte zusammen mit etwa 70 bis 100 anderen Teilnehmern verschiedenen Meinungen zu den Vorgaengen, erste Ansaetze sich zu organisieren und Beschluesse fuer die naechsten Yreffen.
Die gruppendynamischen Prozesse sind dabei unglaublich. Auch die Disziplin der Teilnehmer, das Rederecht des anderen zu akzeptieren, ist beachtlich, und wenn einmal unterbrochen wird, wird sofort darauf hingewiesen, dass man seinen Turnus abwarten soll. Natuerlich sind die Prozesse langsam. Speziell bei diesem ersten Treffen an der Uni war dies der Fall, da man sich selbst nicht klar war, ob man sich traf um sich zu organisieren oder zu debatieren. Manch eine Meinung machte auch Druck, schneller voran zu gehen. Doch dies Argument wurde umgehenst von einem Teilnehmer aufgegriffen, der selbst stark am Platz des 15. Mais involviert ist. Er meinte, dass Dinge ihre Zeit brauchen, und man habe keinen Stress. Dies zeigt, dass die Bewegung nicht auf die Anfangsdynamik setzt. Man will, dass sich die Dinge setzten um mit klaren Argumenten gemeinsam gegen widrige Umstaende aufzustehen.
Die spanischen Medien speziell das Fernsehen uebt sich weiter darin, nichts bis wenig zu berichten. Etwas abstrakt wirkte es da schon, als im heutigen Fruehstucksfernsehen Bilder von den Protesten in Griechenland gezeigt wurden. Man wies auch darauf hin, dass diese von den spanischen Protesten inspiriert seien, Berichte selbst zu den spansichen Protesten gab es aber nicht.
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