Heute leider nicht dabeigewesen. Aber soviel scheint auch über die Foren klar zu werden: Es wird morgen weiter gehen.
Gestern um 3 Uhr waren noch um 2000 Leute am Platz. Der Speakercorner war wieder eröffnet. Es scheint es haben sich Unmengen von Frust aufgestaut und die Leute geniesen die Möglichkeit, diesen nun endlich rauszulasten. Studenlang wandert das Megaphone von eine Hand in die nächste und kurz werden Geschichten wiedergegeben, Forderung vorgebracht oder darauf verwiesen was in dieser Welt falsch läuft. Ein Studentin bracht mit ihrer Aussage das Unverständniss der Menschen gegenüber der Politikerkaste zum Ausdruck: "Ich habe zwei Studien abgeschlossen, von mir wird gefordert, dass ich drei Sprachen spreche und ich finde keinen Job und dies alles in einem Staat in dem weder Präsident noch führer der Opposition fähig sind english zu sprechen!"
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Demonstranten auch damit beschäftigt Kontakte in Datenbanken einzutragen. Jeder Erwartung übertreffend war die Zahl der Freiwilligen, die sich meldeten um die Bewegung und Informationen über diese in die Bezirke und umgebenden Städte zu tragen.
Wie die meisten Aktionen bis jetzt scheint auch das Sammeln für Unterschriften für eine Änderung des Wahlrechts ein voller Erfolg zu sein. Es scheint dabei aber eher nicht so als die Unterschrift gesammelt würden, eher so als würden sie ihnen zugetragen. Alles was die Bewegung derzeit anfängt, scheint von der Bevölkerung als Ventil zum Ausdruck ders aufgestauteten Politfrusts angenommen zu werden.
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